LuftHygienePro Blog

Studie der RWTH Aachen gibt 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit als Idealwert an

Seit der Corona-Pandemie ist die Raumluftqualität stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und der Forschung gerückt. Meist geht es aber in den Diskussionen zum Thema um die Schlagworte Virenkonzentration, Aerosolbelastung und Infektionsrisiko. Die relative Luftfeuchte, die innerhalb eines Raumes vorherrscht, spielt dabei kaum eine Rolle beziehungsweise wurde bisher lediglich zur Vorbeugung von Schimmel als Größe zu Rate gezogen. Dabei trägt die ideale Luftfeuchtigkeit auch zu mehr Wohlbefinden bei.

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Die AIR2COLOR CO2-Ampel aus Deutschland im Test

Die Corona-Pandemie hat die Ampeln in die Schulen und Büros gebracht: Signalgeräte, die Aufschluss geben über den Kohldioxidgehalt in unserer Raumluft. Denn wir alle haben inzwischen gelernt: je höher der CO2-Gehalt in der Luft, desto höher ist auch eine mögliche Virenlast im Raum. Der Grund ist einfach: Der Mensch atmet Luft mit rund 40.000 ppm CO2 aus. Das ist ungefähr die 100fache Konzentration CO2 im Vergleich zur normalen Luft im Freien. Also konzentriert sich das Kohlendioxid in geschlossenen Räumen sehr rasch. Ähnlich schnell wie sich die Konzentration des CO2 entwickelt, verstärkt sich das Infektionsrisiko durch Corona-Viren, wenn sich infizierte Personen im Raum aufhalten. Sie stoßen mit ihrem Atem Viren in Form von Aerosolen aus. Deshalb ist das gemessene CO2 ein sehr guter Indikator für die Virenkonzentration im Raum. Und deshalb sind CO2-Messgeräte indirekt auch gute Virenmessgeräte. Und eine CO2-Ampel ist immer auch eine recht brauchbare und ebenso ungefährliche wie preiswerte „Virenampel“ – obwohl sie natürlich in Wahrheit keine Viren zählen kann.

air2color CO2 Ampel

Die AIR2COLOR CO2-Ampel- aus deutscher Produktion

Was also treibt die AIR2COLOR im Klassenzimmer?

Die AIR2COLOR misst den CO2-Gehalt im Raum und zeigt ihn in einer Farbampel an. Und das tut sie sehr zuverlässig und eindeutig, unterstützt auf Wunsch auch noch von einem akustischen Warnton. Dabei orientiert sie sich an den anerkannten Grenzwerten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung:

Sie signalisiert

  • grün = „Alles ist gut!“, wenn der CO2-Wert unter 1.000 ppm liegt. Das Institut für Arbeitsschutz der DGU spricht hier von „hygienisch unbedenklich“.
  • gelb = „Lüften empfohlen“, wenn der Wert zwischen 1.000 und 1.400 ppm liegt.
  • rot mit leichtem Warnsignal = „Lüften erforderlich“, bei einem Wert zwischen 1.400 und 2.000 ppm. Die DGU spricht bei Werten zwischen 1.000 und 2.000 von „hygienisch auffällig“.
  • rot mit lautem Warnsignal = „Lüften dringend erforderlich“, bei einem Wert von über 2.000 ppm. Die DGU spricht hier von „hygienisch inakzeptabel“.

CO2-Ampel rot

Das Ampel-Signal besteht aus einem 360° umlaufenden Lichtband, das von allen Seiten gut sichtbar ist. Einsetzbar ist die Ampel laut Hersteller in Räumen bis zu einer Größe von 80 Quadratmetern. Sie sollte grundsätzlich möglichst mittig im Raum platziert werden und benötigt an ihrem Aufstellungsort einen Stromanschluss.

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UV-C-Strahlungskammer

UV-C-Entkeimung: einfach und sicher

Raumluftfilter sind nicht nur in Corona-Zeiten wichtig. Sie dienen ganz grundsätzlich einer besseren Raumlufthygiene. In letzter Zeit ist neben die bekannten HEPA-Luftfilter eine neue Technologie immer stärker in die öffentliche Diskussion gerückt: UV-C-Entkeimungsfilter versprechen eine Entkeimung mit UV-Licht. Wir haben einen der führenden deutschen Technologieentwckler gebeten uns den aktuellen Stand der Entwicklung aus seiner Sicht in einem Gastbeitrag vorzustellen.

Wolf Hartmann ist Mitglied im Vorstand des VDMA-Fachverbands Allgemeine Lufttechnik und Vorstandsvorsitzender der in Stuttgart beheimateten LTG Aktiengesellschaft. Die 1924 gegründete LTG wurde für ihre Entwicklungen auf dem Gebiet der Raumlufttechnik mehrfach ausgezeichnet, ist in branchenrelevanten Normungsausschüssen aktiv und arbeitet eng mit führenden deutschen Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Lüftungs- und Versorgungstechnik zusammen.


Gastbeitrag von Wolf Hartmann

Wolf Hartmann

Wolf Hartmann

Wo aerosolgebundene Viren zum Gesundheitsrisiko werden, führen zwei Wege zu einer besseren Raumlufthygiene: Lüften und Entkeimen. So kann beispielsweise die Konzentration an Viren in einem Raum mit 60 m² Grundfläche und Fensterlüftung etwa halbiert werden, wenn zusätzlich zum Stoßlüften nur ein einziges, adäquates Umluft-Entkeimungsgerät verwendet wird. Entsprechende Geräte arbeiten typischerweise mit Filtern, welche die Krankheitserreger zurückhalten, oder mit UV-Licht, das die Keime abtötet. Im Folgenden werden Geräteaufbau, Wirkung und Vorteile der UV-Entkeimungsgeräte beschrieben.

Entkeimen mit UV-Licht – bewährte Technologie

Die UV-C-Bestrahlung ist eine seit Langem bewährte Technik zur Entkeimung, die bislang zum Beispiel zum Hygienisieren von Wasser oder in großen, zentralen Lüftungsanlagen zum Einsatz kam und nun im Rahmen der Corona-Pandemie verstärkt Einzug in Raumgeräte für den Hausgebrauch – ob privat oder gewerblich – gehalten hat. UV-Strahlung schädigt die Nukleinsäuren (DNS) der dem Licht ausgesetzten Bakterien, Viren und anderen Mikroorganismen und tötet die Krankheitserreger dadurch ab.

Entkeimungsgeräte mit UV-C-Technologie können die Virenkonzentration im Raum effektiv senken, indem sie erregerbelastete Luft ansaugen, die an Aerosolen (Schwebeteilchen) anhaftenden Erreger neutralisieren und die entkeimte Luft dem Raum wieder zuführen. Umluft-(oder Sekundärluft-)Reinigungsgeräte reduzieren somit die Konzentration aerosolgebundener Krankheitserreger: UV-C-Licht kann, wie im S3-Labor der Goethe-Universität Frankfurt am Main an hochwertigen Niederdruckstrahlern nachgewiesen wurde, bei SARS-CoV-2-Viren eine 99,99%ige Inaktivierung der Viren bewirken.

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Studie bewertet Corona-Ansteckungsrisiko für unterschiedliche Innenräume

Das Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin hat in einer Studie das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 in unterschiedlichen Innenraum-Szenarien untersucht. Dazu haben die Forscher erforscht, wie sich Aerosole – die ja als Hauptübertragungsweg für das Corona-Virus gelten – in verschiedenen Raumsituationen, wie zum Beispiel Theatern, Kinos, Schulen, Supermarkt, ÖPNV-Fahrzeuge, Restaurants oder Büros, verteilen und daraus wiederum Rückschlüsse auf die Infektionswahrscheinlichkeit mit dem Corona-Virus in dieser Situation gezogen.

R-Wert für jede Raumsituation

Die Wahrscheinlichkeit, sich in einer der idealtypischen Situationen mit dem Corona-Virus zu infizieren, nennen die Forscher situationsbezogenen R-Wert. Dieser setzt sich unter anderem aus den Größen Quellstärke (Emissionsrate; also die Menge der Aerosole, die man im Durchschnitt in einer bestimmten Situation ausatmet), Atemaktivität (Quelle und Empfänger), Aerosolkonzentration im Raum und der Aufenthaltsdauer im Raum zusammen. Zudem wird für dessen Berechnung vorausgesetzt, dass sich alle Personen im Raum an die AHA+L-Regeln halten. Der R-Wert gibt also die Wahrscheinlichkeitsgröße an, mit der man sich mit dem Coronavirus infiziert. Beträgt er 1 bedeutet dies, dass eine infizierte Person im Raum durchschnittlich eine weitere Person ansteckt.

Bild: © Hermann-Rietschel-Institut

Die Forscher kommen auf Basis dieses Rechenmodells beispielsweise zu dem Ergebnis, dass bei einem Supermarktbesuch ein situationsbezogener R-Wert von 1 herrscht. Das bedeutet: Wenn tatsächlich eine mit Covid-19 infizierte Person einen Supermarkt betritt, wird durchschnittlich eine weitere Person trotz aller Hygieneregeln ansteckt.

Vergleichbarkeit ist Trumpf

Der besondere Clou an den Ergebnissen des Rechenmodells ist, dass sie die unterschiedlichen Situationen vergleichbar machen: So beziffern die Forscher das Infektionsrisiko bei einem Opernbesuch mit einer Saalbelegung von 30 Prozent, während dem alle Anwesenden eine Maske tragen, mit einem R-Wert von 0,5. Das bedeutet, dass das Risiko, sich beim Besuch einer Opernvorstellung mit dem Corona-Virus anzustecken, nur halb so groß ist wie beim alltäglichen Besuch eines Supermarktes (R-Wert: 1,0). Besonders bitter für alle, die sich nach etwas „Normalität“, wie zum Beispiel einen Besuch beim Italiener um die Ecke sehnen: Bei einem Restaurantbesuch ist das Infektionsrisiko mit einem Wert von 2,3 sogar noch viel höher – selbst wenn die Abstandsregeln eingehalten werden und nur jeder zweite Restauranttisch besetzt wird.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie sind nachzulesen unter https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/12578/5/kriegel_hartmann_2021.pdf.

Die CO2-Ampel im Eigenbau

CO2-Ampeln sind eine sinnvolle Sache. Sie warnen davor, wenn der CO2-Gehalt der Raumluft zu hoch wird. Und ein hoher CO2-Gehalt in der Raumluft ist ein Maßstab dafür, wie hoch der Anteil der schon verbrauchten Luft im Raum ist. Befindet sich aber ein mit Corona infizierter Mensch im Raum steigt mit dem Anteil der verbrauchten Luft auch die Virenlast im Raum. Deshalb ist – verkürzt gesprochen – der Anteil von Kohlendioxid im Raum ein gern genutzter Messwert für eine mögliche Virenbelastung in der Raumluft. Und im Gegensatz zur wirklichen Virenlast lässt sich der CO2-Gehalt der Luft relativ einfach messen. Deshalb gibt es tolle Messgeräte und praktische CO2-Ampeln im Handel.

Wer aber Spaß an Elektronik hat und mit dem Lötkolben umgehen kann, der kann sich ein Luftmessgerät und eine CO2-Ampel auch selbst bauen. Das dachte sich jedenfalls einer der bekanntesten Hobbyelektroniker der deutschen Elektronik-Szene: Heinz Schmitz.

Viele kennen „Heinz“ noch aus den Zeiten des legendären WDR Computerclub, in dem ich vor rund 30 Jahren auch ein paar Mal Gast sein durfte. Andere verfolgen regelmäßig seine Tipps und Tricks in seinem Blog Heinz-Schmitz.org. Dort habe ich diese Video-Bauanleitung entdeckt, über die der Entwickler selbst berichtet:

„Gerade in der Corona-Pandemie Zeit ist das Thema reine Luft in Innenräumen wichtig, um die Infektionsgefahr zu verkleinern. Ein Mittel sind CO²-Ampeln die einen Indikator für reine Luft liefern. Die gekauft Ampel tut zwar klaglos ihren Dienst lieferte mir aber nicht genug Informationen. Also habe ich einen EPS32 Prozessor, ein kleines TFT-Display, eine SD-Kartenleser und als Messelemente einen SCD30 CO² und einen MQ-135 Gassensor, der Giftgasen wie Benzon, Alkohol, Rauch sowie Verunreinigungen in der Luft misst. So werden CO2, und Luftqualität numerisch und grafisch auf dem Display dargestellt und im CSV-Format auf die SD-Karte geschrieben“:

Inzwischen gibt es auch eine um einen Webserver erweiterte Version. „Damit sind im ganzen Hausnetz die Daten der verschiedenen Messgeräte auf Rechner, Smartphone, Tablet, SmartTV etc. dynamisch abrufbar.“ Wer in Corona-Zeiten eh nicht mehr aus dem Haus geht wird hier sicher eine spannende Beschäftigung finden: https://www.heinz-schmitz.org/index.php/hiz-nachrichtenleser/hiz323.html. Wer aber einen Lötkolben nicht von einer elektrischen Zahnbürste unterscheiden kann, der sollte das Basteln besser bleiben lassen. Video gucken macht trotzdem Spaß. Schon wegen „Heinz“.

Aerosolmessgerät PCE RCM 8

Auf der Pirsch nach der Luftverunreinigung im Büro

Erfahrungen mit dem Aerosolmessgerät PCE-RCM 8. Im Zuge des LufthygienePro Projektes habe ich mir zu Testzwecken verschiedene Luftmessgeräte angeschafft. Dazu gehört auch das Aerosolmessgerät PCE-RCM 8 des deutschen Herstellers PCE Instruments aus dem Sauerland. PCE hat u.a. ein breites Spektrum von Luftmessgeräten für viele unterschiedliche Einsatzzwecke im Angebot.

Beim PCE-RCM 8 handelt es sich um einen Multifunktions-Partikelzähler. Das Gerät ermittelt die Konzentration von Partikeln in der Luft in den Größenklassen PM1,0, PM2,5 und PM10. Weiter misst es Temperatur, Feuchtigkeit, Formaldehyd (chemisch: Methanal – HCHO) und schließlich die Summe flüchtiger organischer Verbindungen (TVOC = Total Volatile Organic Compounds) in der Raumluft. Auf Grundlage der Messergebnisse bildet das Messgerät einen Raumluftindex von 0 bis 500 und bewertet diesen auf einer Skala von „Good“ bis „Serious“. Neben der Hauptgrafik stehen auch weitere Grafiken zur Datenauswertung zur Verfügung. Schließlich hat das Aerosolmessgerät eine Datenlogfunktion, so dass Messwerte zwischengespeichert und später am Computer ausgewertet werden können. Das PCE-RCM 8 verfügt über eine USB-Schnittstelle und hat zur Stromversorgung einen Akku.

Was die Messwerte über die Partikel aussagen

PM ist eine Größenbezeichnung für luftgetragene Partikel. Bei PM10 zum Beispiel handelt es sich um Partikel mit einem Durchmesser kleiner gleich 10 µm. Ein 1 µm ist ein Mikrometer oder 0,001 mm.

TVOC ist die Summe flüchtige organischer Verbindung – VOC (engl.: Volatile Organic Compound) in der Raumluft. „Flüchtig“ bedeutet in diesem Fall nicht, dass sie ein Fall für Staatsanwalt und Polizei sind. Flüchtig bedeutet, dass sich diese Stoffe wegen ihres niedrigen Siedepunktes bzw. hohen Dampfdrucks schnell verflüchtigen oder korrekt ausgedrückt verdampfen.

Zu den VOC zählen z.B. Verbindungen der Stoffgruppen Alkane/Alkene, Aromaten, Terpene, Halogenkohlenwasserstoffe, Ester, Aldehyde und Ketone. Diese Stoffe kommen in vielen Lösemitteln, Hölzern, Farben und Dichtmassen vor. Beispiele:

  • Eau de Cologne
  • der typische „Neugeruch“ bei Neuwagen und Wohnungseinrichtung
  • der süßliche Geruch von Styropor
  • die Ausgasungen diverser Baustoffe, Teppiche, Möbel, Kleber, Farbanstriche und Duftkerzen

Die Abklingzeit kann zwischen 10 Tagen und 3 Jahren liegen.

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luftbefeuchter

Der Stadler Oskar Luftbefeuchter im Test

Luftbefeuchter liegen nicht erst seit Corona im Trend. Natürlich gilt grob verkürzt, was gut für den Menschen ist, ist weniger gut für Viren: Corona-Viren fühlen sich in trockener Umgebung wohler, Menschen eher nicht. Ist die Luft zu trocken, dann trocknen die Schleimhäute aus und wir werden anfällig für Erkältungskrankheiten – und Virenansteckungen. Und für ein optimales Wohlfühlklima sollte die Luftfeuchtigkeit irgendwo zwischen 40 und 60 Prozent liegen. In einer solchen Umgebung fühlen wir uns wohler, wir sind leistungsfähiger und widerstandsfähiger gegen Erkältungen, Grippeviren – und ja, auch gegen Coronaviren!

Die einfachste – und langfristig kostengünstigste – Möglichkeit die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen zu erhöhen ist die Anschaffung von Zimmerpflanzen. Des gibt sogar eine Liste der Pflanzen, die auch noch am ehesten in der Lage sind nebenbei die Luft zu reinigen, erstellt von den Experten der NASA.

Aber in aller Regel reichen Pflanzen nicht aus, um ein vernünftiges Niveau an Luftfeuchte zu erzielen. In vielen Wohn- und Arbeitsumgebungen hat man auch gar nicht die Möglichkeit seinen eigenen privaten Urwald zu hegen und zu pflegen. Dann kommt man um die Anschaffung eines Luftbefeuchters nicht herum.

luftbefeuchter oskar

Der Luftbefeuchter Stadler Oskar ist ein Verdunster.

Starker Typ: Der Luftbefeuchter Oskar ist ein Verdunster

Es gibt ganz unterschiedliche Typen Luftbefeuchter:

  • Verdunster befeuchten die Luft passiv mittels angefeuchteter Filtermatten. Die Filtermatten muss man gelegentlich austauschen. Der Energieverbrauch ist gering und sie funktionieren unabhängig von der Wasserhärte. Allerdings ist der Wirkungsgrad relativ gering.
  • Verdampfer erhitzen Wasser bis zum Siedepunkt. Sie erhöhen die Luftfeuchte schnell und garantieren Keimfreiheit, eignen sich aber nicht für hartes Wasser und benötigen leider auch viel Energie. Aus diesem Grund habe ich mich gegen ein solches System entschieden. Außerdem muss man sehr darauf achten, dass die Dunstwolken, die sie ausstoßen, nicht zu Schimmelbildung in ihrer direkten Umgebung führen.
  • Luftwäscher sind Verdunster mit einer zusätzlichen Filterstufe. Sie filtern Staub und Pollen in einem Filter aus. Diese Filterfunktion kann sehr unterschiedlich ausgestaltet sein.

Und schließlich unterscheiden sich Luftbefeuchter noch hinsichtlich ihres Formfaktors: sie sind sehr unterschiedlich groß und es gibt sie von ausgesprochen hässlich bis ziemlich hübsch.

Mein Luftbefeuchter Oskar von Stadler Form ist mittelgroßer, ziemlich hübscher Verdunster mit einer zusätzlichen Filterfunktion.

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Raumluftmanagement

Raumluftmanagement in der Architektur: Herausforderungen und Lösungen

Umgangssprachlich „gute Luft“ – oder fachlich korrekt: Lufthygiene. Innerhalb geschlossener Räume war sie lange ein kaum beachtetes Randthema in der Architektur. Unter dem Begriff „Sick Building Syndrom“ poppte das Thema der Belastung aufgrund interner Schadstoffquellen, wie beispielsweise Formaldehyd oder Feinstaubemissionen von Kopierern und Druckern in Büroräumen gelegentlich auf. Dann wurden zielgerichtet entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Gelegentlich wurden einige stark emittierende Bauprodukte verbannt.

Ansonsten spielte beispielsweise bei längeren Sitzungen die Frage der Luftqualität nur in den Sitzungspausen eine Rolle. Dann wurden alle Fenster geöffnet. War die Pause vorbei, beeilte man sich die Fenster so schnell wie möglich wieder zu schließen. Seit den Verschärfungen der Energieeinsparverordnung trat sogar ein gesetzlich verankertes Schutzziel, die Energieeffizienz, in Konkurrenz mit den Belangen der Lufthygiene.

Dies galt auch in Schulen und Hochschulen: Schnelles Lüften in den Pausen, ansonsten machte man es sich lerntechnisch im eigenen Mief gemütlich.
Auch bei den Bauprojekten fand das Thema Lufthygiene in den zurückliegenden Jahren nicht statt. Fragestellungen, die mit einer nachhaltigen Lufthygiene zu tun haben, gab es in der Regel in den Pflichtenheften nicht. Im Mittelpunkt auch der raumlufttechnischen Fragestellungen stand vor allem das Thema „Energieeinsparung“. Das Ergebnis sind energetisch hocheffiziente Gebäude, in denen die Raumluft deutlich schlechter ist als draußen vor der Tür, oder umgangssprachlich formuliert: Neubau erstellt, Energie gespart, Mief produziert.

Die Herausforderung: Trockene Raumluft

Viele Nutzer moderner Gebäude klagen über die schlechte Raumluft, finden für ihre Klagen aber kaum Gehör. Ein ganz signifikanter Qualitätsmangel in modernen Gebäuden ist die extreme Lufttrockenheit. Der Luftfeuchtegrad ist ein ganz wesentlicher Wohlfühlfaktor und zugleich auch ein Treiber bei der Verbreitung von Bioaerosolen und deren Aufnahme.. Zu trockene Schleimhäute sind ein ideales Einfallstor für Viren und andere Krankheitserreger.
In modernen Wohnräumen sind es oftmals die Konzepte der kontrollierten Lüftung, die bei den Nutzern wenig Anklang finden. Einmal abgesehen von der Tatsache, dass diese Systeme oft ein angepasstes Verhalten der Nutzer voraussetzen und teilweise einer Schulung bedürfen, empfinden viele Menschen permanent laufende Lüftungsgeräte in ihren Wohnräumen als störend.

Der Zielkonflikt im Raumluftmanagement: Heizkosten sparen oder Raumklima optimieren durch regelmäßiges Lüften

Mit der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Diskussion um die Lufthygiene in geschlossenen Räumen ist zugleich in Architektur und Gebäudebetrieb ein Zielkonflikt zwischen Energieeinsparung und gesunder Raumluft entstanden. . Die einfachste Möglichkeit, eine gesunde Raumluft sicherzustellen, , ist das regelmäßige Lüften und – soweit nötig –der Einsatz von Luftbefeuchtern. Dieses regelmäßige Lüften kann zu Energieverlusten führen, die dem Ziel eines energetisch optimierten Gebäudes entgegenstehen. Im Interesse einer gesunden Raumluft sind diese Energieverluste allerdings hinzunehmen.

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Raumluftfilter

KfW-Förderung: Für kontrollierte Wohnraumlüftung gibt es Zuschüsse

Für ein gesundes Raumklima gibt es Förderprogramme und Zuschüsse. Und das ist gut so. Derzeit sind Raumluft- und Belüftungs-Konzepte, Lüftungsregeln und die dazugehörigen Geräte in aller Munde. Covid-19 und die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zwingen Geschäfts- und Privatleute, in Gebäuden und Räumen für saubere Luft zu sorgen: im Friseursalon und in der Arztpraxis, in Bussen und Bahnen ebenso wie auch im Büro. Auch für die Frischluft zuhause interessieren sich nun immer mehr Menschen und das rund um den Globus – nicht nur hier in Deutschland. In Pandemiezeiten wie dieser hat sich neben den AHA-Regeln, wie dem gewissenhaften Händewaschen, auch das regelmäßige Lüften der Wohnung etabliert. Diese Maßnahme dient nicht nur dem regelmäßigen Austausch der Raumluft, um den Sauerstoffgehalt konstant zu halten. Auch Viren, Pollen und Schadstoffe werden so turnusmäßig der eigenen vier Wände verwiesen.

Neben mobilen Geräten zum Luftaustausch kommen auch immer öfter fest installierte Großgeräte zur Wohnraumbelüftung zum Einsatz. Die Installation solcher Belüftungseinheiten ist jedoch nicht nur technisch sehr aufwändig. Oftmals liegen die Geräte preislich in solchen Dimensionen, dass sie teilweise von Otto Normalverbraucher nicht oder nur schwierig aus eigener Tasche zu bezahlen sind. Im öffentlichen Sektor hingegen spielen Investitionen für derlei technischer Updates häufig keine große Rolle.

Raumluftfilter Installation

Wohnraumbelüftung um jeden Preis?

Damit aber auch Privathaushalte in den Genuss einer ausgeklügelten und kontrollierten Wohnraumbelüftung kommen können, bietet der Staat attraktive Förderprogramme in Zusammenarbeit mit der KfW – Kreditanstalt für Wiederaufbau. Im Angebot stehen Fördermöglichkeiten von Lüftungsanlagen, die im Rahmen von nachträglicher Installation, Sanierung oder Neubauten in Planung stehen.

Der Grundgedanke der Förderung fußt auf dem seinerzeit beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung. Damit wurde der Weg für Förderinstrumente zur Realisierung von mehr Energieeffizienz im Gebäudebereich geebnet. Im Verlauf der Planung wurden die Kriterien überarbeitet und die relevanten Förderkonditionen vereinfacht.

In der derzeit herrschenden Corona-Pandemie kommen solche Beschlüsse zur finanziellen Förderung wie gerufen, denn Geschäfte, Büros und Privatwohnungen können mit relativ geringem Aufwand zu modernen, kontrolliert belüfteten Räumen umgebaut werden.

Die Förderung für Lüftungsanlagen als Teil des Maßnahmenpakets zur energetischen Sanierung macht’s möglich:

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Netatmo Smarter Raumluftsensor

Ein Raumluftmessgerät im Test – Erfahrungen mit dem Netatmo „Smarter Raumluftsensor“

Nein, es gibt nicht nicht auch in hellblau für Jungs. Aber er sieht in Wirklichkeit auch gar nicht so rosa aus, wie auf vielen Abbildungen im Netz. Tatsächlich handelt es sich beim „Smarten Raumluftsensor“ von Netatmo um ein ganz dezent ins Pinkige abdriftendes kupferfarbenes und alles in allem recht hübsches Raumluftmessgerät, das sich sowohl im Designerhaushalt, wie auch im Büro ausnehmend gut macht. Und was mindestens ebenso wichtig ist: es funktioniert zuverlässig und ist einfach und rasch installiert. Aber der Reihe nach:

Warum habe ich mir überhaupt vor einigen Wochen ein Raumluftmessgerät angeschafft?

Netatmo Smarter Raumluftsensor

Der Netatmo Smarter Raumluftsensor.

Der Grund, warum ich mich mit dieser für mich neuen Produktkategorie ausführlich beschäftigt habe, war naheliegend: Corona! Nicht dass ich mir eingebildet hätte mit einem einfachen Messgerät nun Viren zählen zu können, so wie nach Tschernobyl mit dem Geigerzähler Isotope. Erstmal bedeutete die Pandemie für mich wie für viele andere Menschen auch verschärfte Einzelhaft im Homeoffice und damit verbunden die Anforderung vernünftige Arbeits- nein LEBENSbedingungen an einem Ort zu schaffen, der dafür eigentlich nicht gedacht war. Dort, wo man viele Stunden seiner Zeit verbringt, dort wo man produktiv und kreativ sein soll und will, dort sollte ja auch ein Wohlfühlklima herrschen. Und das Wohlfühlklima, das hängt bei mir von einer guten Sitzgelegenheit, einem sehr guten Kaffee, und vor allem von guter Luft ab. Die Luft muss die richtige Temperatur, die richtige Feuchtigkeit und die richtige „Frische“ haben. OK, und ab und an sollte sie gut nach Kaffee riechen …

Wer ein paar Stunden in seinem eigenen Mief sitzt merkt diesen Mief selbst nicht mehr. Das weiß jeder, der es erlebt hat, dass sein(e) Lebenspartner(in) ins Zimmer stürmte und mit lauten Entsetzensrufen und leichten Erstickungsanfällen das Fenster aufriss! Man selbst merkt die schlechte Luft erst, wenn die eigene Kraft und Konzentrationsfähigkeit nachlässt – eben weil die Luft schlecht ist und der Sauerstoff fehlt.

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