LuftHygienePro Blog

Raumluftfilter

Mobile Luftreiniger – Schweizer Messer der Lufthygiene?

Es ist eine Frage, die viele von uns bewegt: Wie schaffe ich es, das Infektionsrisiko durch Aerosole in meinem Büro, meiner Praxis, meinem Laden oder im Klassenzimmer zu reduzieren? Regelmäßiges, geplantes und richtiges Lüften ist dabei zentral. Lässt man die Diskussion um das Ansteckungsrisiko in Klassenräumen Revue passieren, drängt sich oft der Eindruck auf, dass Luftfilter oder Luftreiniger in Schulräumen als Allheilmittel für eine gute Raumlufthygiene betrachtet werden.

Mobile Luftreiniger – oft auch als dezentrale Luftreiniger bezeichnet – können die klassische Raumlüftung sinnvoll ergänzen, wenn keine zentrale Lüftungsanlage vorhanden ist oder die bestehende zentrale Lüftungsanlage nicht in Bezug auf das Thema Aerosole und Virenreduktion angepasst werden kann. Das Angebot an mobilen Luftreinigern wächst beständig. Eine Marktübersicht gibt es zum Beispiel hier auf dem Portal LufthygienePro.

Hinsichtlich der Funktionsprinzipien lassen sich dezentrale Luftreiniger grob in vier Gruppen unterteilen: Luftwäscher, UVC-Reiniger, Luftreiniger mit Filter und Ionisatoren. weiterlesen…

Impfnadel im Arm

Geimpfte: Gleiche Viruslast, aber vermutlich weniger infektiös

Können Geimpfte das Coronavirus weitergeben – und falls ja, wie ansteckend sind sie? Seit Wochen beschäftigt diese Überlegung Medizin, Politik und Gesellschaft gleichermaßen und befeuert das Für und Wider von Impfungen. Für etwas mehr Klarheit könnte eine neue Studie aus England sorgen, über die der österreichische Mikrobiologe Martin Moder auf Twitter berichtet.

Laut Preprint der Studie halbiert bereits die erste Impfdosis die Wahrscheinlichkeit, einen Mitmenschen mit dem Coronavirus anzustecken. Zwar sei im Rachen von Geimpften und Nichtgeimpften unter Umständen die gleiche Viruslast zu messen, die Viren geimpfter Personen seien allerdings nicht so vermehrungsfähig wie die Ungeimpfter. weiterlesen…

Gute Luftqualität im Innenraum ist nicht allein mit Zimmerpflanzen zu erreichen

Richtwerte für gutes Raumklima

Die Luftqualität in Innenräumen ist seit der Corona-Pandemie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Hinweise und Leitfäden, wie man Räume richtig lüften soll, um die Aerosol-Konzentration und damit das Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 zu verringern, gibt es zu genüge, wie zum Beispiel jene von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Legt man zur Bewertung einer guten und vor allem gesunden Raumluft nur die Aerosol-Konzentration als Kriterium an, greift dies zu kurz. In der Innenraumluft können eine Vielzahl von Substanzen auftreten, die in zu hoher Konzentration die Gesundheit beeinträchtigen oder sogar schädigen können.

Der Ausschuss für Innenraumrichtwerte (kurz AIR) beschäftigt sich genau mit diesem Thema. Als Arbeitsgruppe des Umweltbundesamtes legt er bundeseinheitliche Richtwerte, hygienische Leitwerte und risikobezogene Leitwerte zur gesundheitlichen Bewertung der Innenraumluft fest. Diese Werte für verschiedene Einzelsubstanzen, die in der Luft vorkommen können, erlauben eine quantitative Bewertung und legen folglich fest, ab wann sich eine bestimmte Substanz in der Raumluft negativ auf die Gesundheit der Personen im Raum auswirken kann. weiterlesen…

Studie der RWTH Aachen gibt 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchtigkeit als Idealwert an

Seit der Corona-Pandemie ist die Raumluftqualität stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und der Forschung gerückt. Meist geht es aber in den Diskussionen zum Thema um die Schlagworte Virenkonzentration, Aerosolbelastung und Infektionsrisiko. Die relative Luftfeuchte, die innerhalb eines Raumes vorherrscht, spielt dabei kaum eine Rolle beziehungsweise wurde bisher lediglich zur Vorbeugung von Schimmel als Größe zu Rate gezogen. Dabei trägt die ideale Luftfeuchtigkeit auch zu mehr Wohlbefinden bei.

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Die AIR2COLOR CO2-Ampel aus Deutschland im Test

Die Corona-Pandemie hat die Ampeln in die Schulen und Büros gebracht: Signalgeräte, die Aufschluss geben über den Kohldioxidgehalt in unserer Raumluft. Denn wir alle haben inzwischen gelernt: je höher der CO2-Gehalt in der Luft, desto höher ist auch eine mögliche Virenlast im Raum. Der Grund ist einfach: Der Mensch atmet Luft mit rund 40.000 ppm CO2 aus. Das ist ungefähr die 100fache Konzentration CO2 im Vergleich zur normalen Luft im Freien. Also konzentriert sich das Kohlendioxid in geschlossenen Räumen sehr rasch. Ähnlich schnell wie sich die Konzentration des CO2 entwickelt, verstärkt sich das Infektionsrisiko durch Corona-Viren, wenn sich infizierte Personen im Raum aufhalten. Sie stoßen mit ihrem Atem Viren in Form von Aerosolen aus. Deshalb ist das gemessene CO2 ein sehr guter Indikator für die Virenkonzentration im Raum. Und deshalb sind CO2-Messgeräte indirekt auch gute Virenmessgeräte. Und eine CO2-Ampel ist immer auch eine recht brauchbare und ebenso ungefährliche wie preiswerte „Virenampel“ – obwohl sie natürlich in Wahrheit keine Viren zählen kann.

air2color CO2 Ampel

Die AIR2COLOR CO2-Ampel- aus deutscher Produktion

Was also treibt die AIR2COLOR im Klassenzimmer?

Die AIR2COLOR misst den CO2-Gehalt im Raum und zeigt ihn in einer Farbampel an. Und das tut sie sehr zuverlässig und eindeutig, unterstützt auf Wunsch auch noch von einem akustischen Warnton. Dabei orientiert sie sich an den anerkannten Grenzwerten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung:

Sie signalisiert

  • grün = „Alles ist gut!“, wenn der CO2-Wert unter 1.000 ppm liegt. Das Institut für Arbeitsschutz der DGU spricht hier von „hygienisch unbedenklich“.
  • gelb = „Lüften empfohlen“, wenn der Wert zwischen 1.000 und 1.400 ppm liegt.
  • rot mit leichtem Warnsignal = „Lüften erforderlich“, bei einem Wert zwischen 1.400 und 2.000 ppm. Die DGU spricht bei Werten zwischen 1.000 und 2.000 von „hygienisch auffällig“.
  • rot mit lautem Warnsignal = „Lüften dringend erforderlich“, bei einem Wert von über 2.000 ppm. Die DGU spricht hier von „hygienisch inakzeptabel“.

CO2-Ampel rot

Das Ampel-Signal besteht aus einem 360° umlaufenden Lichtband, das von allen Seiten gut sichtbar ist. Einsetzbar ist die Ampel laut Hersteller in Räumen bis zu einer Größe von 80 Quadratmetern. Sie sollte grundsätzlich möglichst mittig im Raum platziert werden und benötigt an ihrem Aufstellungsort einen Stromanschluss.

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UV-C-Strahlungskammer

UV-C-Entkeimung: einfach und sicher

Raumluftfilter sind nicht nur in Corona-Zeiten wichtig. Sie dienen ganz grundsätzlich einer besseren Raumlufthygiene. In letzter Zeit ist neben die bekannten HEPA-Luftfilter eine neue Technologie immer stärker in die öffentliche Diskussion gerückt: UV-C-Entkeimungsfilter versprechen eine Entkeimung mit UV-Licht. Wir haben einen der führenden deutschen Technologieentwckler gebeten uns den aktuellen Stand der Entwicklung aus seiner Sicht in einem Gastbeitrag vorzustellen.

Wolf Hartmann ist Mitglied im Vorstand des VDMA-Fachverbands Allgemeine Lufttechnik und Vorstandsvorsitzender der in Stuttgart beheimateten LTG Aktiengesellschaft. Die 1924 gegründete LTG wurde für ihre Entwicklungen auf dem Gebiet der Raumlufttechnik mehrfach ausgezeichnet, ist in branchenrelevanten Normungsausschüssen aktiv und arbeitet eng mit führenden deutschen Forschungsinstituten auf dem Gebiet der Lüftungs- und Versorgungstechnik zusammen.


Gastbeitrag von Wolf Hartmann

Wolf Hartmann

Wolf Hartmann

Wo aerosolgebundene Viren zum Gesundheitsrisiko werden, führen zwei Wege zu einer besseren Raumlufthygiene: Lüften und Entkeimen. So kann beispielsweise die Konzentration an Viren in einem Raum mit 60 m² Grundfläche und Fensterlüftung etwa halbiert werden, wenn zusätzlich zum Stoßlüften nur ein einziges, adäquates Umluft-Entkeimungsgerät verwendet wird. Entsprechende Geräte arbeiten typischerweise mit Filtern, welche die Krankheitserreger zurückhalten, oder mit UV-Licht, das die Keime abtötet. Im Folgenden werden Geräteaufbau, Wirkung und Vorteile der UV-Entkeimungsgeräte beschrieben.

Entkeimen mit UV-Licht – bewährte Technologie

Die UV-C-Bestrahlung ist eine seit Langem bewährte Technik zur Entkeimung, die bislang zum Beispiel zum Hygienisieren von Wasser oder in großen, zentralen Lüftungsanlagen zum Einsatz kam und nun im Rahmen der Corona-Pandemie verstärkt Einzug in Raumgeräte für den Hausgebrauch – ob privat oder gewerblich – gehalten hat. UV-Strahlung schädigt die Nukleinsäuren (DNS) der dem Licht ausgesetzten Bakterien, Viren und anderen Mikroorganismen und tötet die Krankheitserreger dadurch ab.

Entkeimungsgeräte mit UV-C-Technologie können die Virenkonzentration im Raum effektiv senken, indem sie erregerbelastete Luft ansaugen, die an Aerosolen (Schwebeteilchen) anhaftenden Erreger neutralisieren und die entkeimte Luft dem Raum wieder zuführen. Umluft-(oder Sekundärluft-)Reinigungsgeräte reduzieren somit die Konzentration aerosolgebundener Krankheitserreger: UV-C-Licht kann, wie im S3-Labor der Goethe-Universität Frankfurt am Main an hochwertigen Niederdruckstrahlern nachgewiesen wurde, bei SARS-CoV-2-Viren eine 99,99%ige Inaktivierung der Viren bewirken.

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Studie bewertet Corona-Ansteckungsrisiko für unterschiedliche Innenräume

Das Hermann-Rietschel-Institut der Technischen Universität Berlin hat in einer Studie das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 in unterschiedlichen Innenraum-Szenarien untersucht. Dazu haben die Forscher erforscht, wie sich Aerosole – die ja als Hauptübertragungsweg für das Corona-Virus gelten – in verschiedenen Raumsituationen, wie zum Beispiel Theatern, Kinos, Schulen, Supermarkt, ÖPNV-Fahrzeuge, Restaurants oder Büros, verteilen und daraus wiederum Rückschlüsse auf die Infektionswahrscheinlichkeit mit dem Corona-Virus in dieser Situation gezogen.

R-Wert für jede Raumsituation

Die Wahrscheinlichkeit, sich in einer der idealtypischen Situationen mit dem Corona-Virus zu infizieren, nennen die Forscher situationsbezogenen R-Wert. Dieser setzt sich unter anderem aus den Größen Quellstärke (Emissionsrate; also die Menge der Aerosole, die man im Durchschnitt in einer bestimmten Situation ausatmet), Atemaktivität (Quelle und Empfänger), Aerosolkonzentration im Raum und der Aufenthaltsdauer im Raum zusammen. Zudem wird für dessen Berechnung vorausgesetzt, dass sich alle Personen im Raum an die AHA+L-Regeln halten. Der R-Wert gibt also die Wahrscheinlichkeitsgröße an, mit der man sich mit dem Coronavirus infiziert. Beträgt er 1 bedeutet dies, dass eine infizierte Person im Raum durchschnittlich eine weitere Person ansteckt.

Bild: © Hermann-Rietschel-Institut

Die Forscher kommen auf Basis dieses Rechenmodells beispielsweise zu dem Ergebnis, dass bei einem Supermarktbesuch ein situationsbezogener R-Wert von 1 herrscht. Das bedeutet: Wenn tatsächlich eine mit Covid-19 infizierte Person einen Supermarkt betritt, wird durchschnittlich eine weitere Person trotz aller Hygieneregeln ansteckt.

Vergleichbarkeit ist Trumpf

Der besondere Clou an den Ergebnissen des Rechenmodells ist, dass sie die unterschiedlichen Situationen vergleichbar machen: So beziffern die Forscher das Infektionsrisiko bei einem Opernbesuch mit einer Saalbelegung von 30 Prozent, während dem alle Anwesenden eine Maske tragen, mit einem R-Wert von 0,5. Das bedeutet, dass das Risiko, sich beim Besuch einer Opernvorstellung mit dem Corona-Virus anzustecken, nur halb so groß ist wie beim alltäglichen Besuch eines Supermarktes (R-Wert: 1,0). Besonders bitter für alle, die sich nach etwas „Normalität“, wie zum Beispiel einen Besuch beim Italiener um die Ecke sehnen: Bei einem Restaurantbesuch ist das Infektionsrisiko mit einem Wert von 2,3 sogar noch viel höher – selbst wenn die Abstandsregeln eingehalten werden und nur jeder zweite Restauranttisch besetzt wird.

Die vollständigen Ergebnisse der Studie sind nachzulesen unter https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/12578/5/kriegel_hartmann_2021.pdf.

Die CO2-Ampel im Eigenbau

CO2-Ampeln sind eine sinnvolle Sache. Sie warnen davor, wenn der CO2-Gehalt der Raumluft zu hoch wird. Und ein hoher CO2-Gehalt in der Raumluft ist ein Maßstab dafür, wie hoch der Anteil der schon verbrauchten Luft im Raum ist. Befindet sich aber ein mit Corona infizierter Mensch im Raum steigt mit dem Anteil der verbrauchten Luft auch die Virenlast im Raum. Deshalb ist – verkürzt gesprochen – der Anteil von Kohlendioxid im Raum ein gern genutzter Messwert für eine mögliche Virenbelastung in der Raumluft. Und im Gegensatz zur wirklichen Virenlast lässt sich der CO2-Gehalt der Luft relativ einfach messen. Deshalb gibt es tolle Messgeräte und praktische CO2-Ampeln im Handel.

Wer aber Spaß an Elektronik hat und mit dem Lötkolben umgehen kann, der kann sich ein Luftmessgerät und eine CO2-Ampel auch selbst bauen. Das dachte sich jedenfalls einer der bekanntesten Hobbyelektroniker der deutschen Elektronik-Szene: Heinz Schmitz.

Viele kennen „Heinz“ noch aus den Zeiten des legendären WDR Computerclub, in dem ich vor rund 30 Jahren auch ein paar Mal Gast sein durfte. Andere verfolgen regelmäßig seine Tipps und Tricks in seinem Blog Heinz-Schmitz.org. Dort habe ich diese Video-Bauanleitung entdeckt, über die der Entwickler selbst berichtet:

„Gerade in der Corona-Pandemie Zeit ist das Thema reine Luft in Innenräumen wichtig, um die Infektionsgefahr zu verkleinern. Ein Mittel sind CO²-Ampeln die einen Indikator für reine Luft liefern. Die gekauft Ampel tut zwar klaglos ihren Dienst lieferte mir aber nicht genug Informationen. Also habe ich einen EPS32 Prozessor, ein kleines TFT-Display, eine SD-Kartenleser und als Messelemente einen SCD30 CO² und einen MQ-135 Gassensor, der Giftgasen wie Benzon, Alkohol, Rauch sowie Verunreinigungen in der Luft misst. So werden CO2, und Luftqualität numerisch und grafisch auf dem Display dargestellt und im CSV-Format auf die SD-Karte geschrieben“:

Inzwischen gibt es auch eine um einen Webserver erweiterte Version. „Damit sind im ganzen Hausnetz die Daten der verschiedenen Messgeräte auf Rechner, Smartphone, Tablet, SmartTV etc. dynamisch abrufbar.“ Wer in Corona-Zeiten eh nicht mehr aus dem Haus geht wird hier sicher eine spannende Beschäftigung finden: https://www.heinz-schmitz.org/index.php/hiz-nachrichtenleser/hiz323.html. Wer aber einen Lötkolben nicht von einer elektrischen Zahnbürste unterscheiden kann, der sollte das Basteln besser bleiben lassen. Video gucken macht trotzdem Spaß. Schon wegen „Heinz“.

Aerosolmessgerät PCE RCM 8

Auf der Pirsch nach der Luftverunreinigung im Büro

Erfahrungen mit dem Aerosolmessgerät PCE-RCM 8. Im Zuge des LufthygienePro Projektes habe ich mir zu Testzwecken verschiedene Luftmessgeräte angeschafft. Dazu gehört auch das Aerosolmessgerät PCE-RCM 8 des deutschen Herstellers PCE Instruments aus dem Sauerland. PCE hat u.a. ein breites Spektrum von Luftmessgeräten für viele unterschiedliche Einsatzzwecke im Angebot.

Beim PCE-RCM 8 handelt es sich um einen Multifunktions-Partikelzähler. Das Gerät ermittelt die Konzentration von Partikeln in der Luft in den Größenklassen PM1,0, PM2,5 und PM10. Weiter misst es Temperatur, Feuchtigkeit, Formaldehyd (chemisch: Methanal – HCHO) und schließlich die Summe flüchtiger organischer Verbindungen (TVOC = Total Volatile Organic Compounds) in der Raumluft. Auf Grundlage der Messergebnisse bildet das Messgerät einen Raumluftindex von 0 bis 500 und bewertet diesen auf einer Skala von „Good“ bis „Serious“. Neben der Hauptgrafik stehen auch weitere Grafiken zur Datenauswertung zur Verfügung. Schließlich hat das Aerosolmessgerät eine Datenlogfunktion, so dass Messwerte zwischengespeichert und später am Computer ausgewertet werden können. Das PCE-RCM 8 verfügt über eine USB-Schnittstelle und hat zur Stromversorgung einen Akku.

Was die Messwerte über die Partikel aussagen

PM ist eine Größenbezeichnung für luftgetragene Partikel. Bei PM10 zum Beispiel handelt es sich um Partikel mit einem Durchmesser kleiner gleich 10 µm. Ein 1 µm ist ein Mikrometer oder 0,001 mm.

TVOC ist die Summe flüchtige organischer Verbindung – VOC (engl.: Volatile Organic Compound) in der Raumluft. „Flüchtig“ bedeutet in diesem Fall nicht, dass sie ein Fall für Staatsanwalt und Polizei sind. Flüchtig bedeutet, dass sich diese Stoffe wegen ihres niedrigen Siedepunktes bzw. hohen Dampfdrucks schnell verflüchtigen oder korrekt ausgedrückt verdampfen.

Zu den VOC zählen z.B. Verbindungen der Stoffgruppen Alkane/Alkene, Aromaten, Terpene, Halogenkohlenwasserstoffe, Ester, Aldehyde und Ketone. Diese Stoffe kommen in vielen Lösemitteln, Hölzern, Farben und Dichtmassen vor. Beispiele:

  • Eau de Cologne
  • der typische „Neugeruch“ bei Neuwagen und Wohnungseinrichtung
  • der süßliche Geruch von Styropor
  • die Ausgasungen diverser Baustoffe, Teppiche, Möbel, Kleber, Farbanstriche und Duftkerzen

Die Abklingzeit kann zwischen 10 Tagen und 3 Jahren liegen.

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luftbefeuchter

Der Stadler Oskar Luftbefeuchter im Test

Luftbefeuchter liegen nicht erst seit Corona im Trend. Natürlich gilt grob verkürzt, was gut für den Menschen ist, ist weniger gut für Viren: Corona-Viren fühlen sich in trockener Umgebung wohler, Menschen eher nicht. Ist die Luft zu trocken, dann trocknen die Schleimhäute aus und wir werden anfällig für Erkältungskrankheiten – und Virenansteckungen. Und für ein optimales Wohlfühlklima sollte die Luftfeuchtigkeit irgendwo zwischen 40 und 60 Prozent liegen. In einer solchen Umgebung fühlen wir uns wohler, wir sind leistungsfähiger und widerstandsfähiger gegen Erkältungen, Grippeviren – und ja, auch gegen Coronaviren!

Die einfachste – und langfristig kostengünstigste – Möglichkeit die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen zu erhöhen ist die Anschaffung von Zimmerpflanzen. Des gibt sogar eine Liste der Pflanzen, die auch noch am ehesten in der Lage sind nebenbei die Luft zu reinigen, erstellt von den Experten der NASA.

Aber in aller Regel reichen Pflanzen nicht aus, um ein vernünftiges Niveau an Luftfeuchte zu erzielen. In vielen Wohn- und Arbeitsumgebungen hat man auch gar nicht die Möglichkeit seinen eigenen privaten Urwald zu hegen und zu pflegen. Dann kommt man um die Anschaffung eines Luftbefeuchters nicht herum.

luftbefeuchter oskar

Der Luftbefeuchter Stadler Oskar ist ein Verdunster.

Starker Typ: Der Luftbefeuchter Oskar ist ein Verdunster

Es gibt ganz unterschiedliche Typen Luftbefeuchter:

  • Verdunster befeuchten die Luft passiv mittels angefeuchteter Filtermatten. Die Filtermatten muss man gelegentlich austauschen. Der Energieverbrauch ist gering und sie funktionieren unabhängig von der Wasserhärte. Allerdings ist der Wirkungsgrad relativ gering.
  • Verdampfer erhitzen Wasser bis zum Siedepunkt. Sie erhöhen die Luftfeuchte schnell und garantieren Keimfreiheit, eignen sich aber nicht für hartes Wasser und benötigen leider auch viel Energie. Aus diesem Grund habe ich mich gegen ein solches System entschieden. Außerdem muss man sehr darauf achten, dass die Dunstwolken, die sie ausstoßen, nicht zu Schimmelbildung in ihrer direkten Umgebung führen.
  • Luftwäscher sind Verdunster mit einer zusätzlichen Filterstufe. Sie filtern Staub und Pollen in einem Filter aus. Diese Filterfunktion kann sehr unterschiedlich ausgestaltet sein.

Und schließlich unterscheiden sich Luftbefeuchter noch hinsichtlich ihres Formfaktors: sie sind sehr unterschiedlich groß und es gibt sie von ausgesprochen hässlich bis ziemlich hübsch.

Mein Luftbefeuchter Oskar von Stadler Form ist mittelgroßer, ziemlich hübscher Verdunster mit einer zusätzlichen Filterfunktion.

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