LuftHygienePro – ein Serviceportal nicht nur zum besseren Lüften

Hier entsteht ein Online-Portal zum Thema Raumlufthygiene mit Informationen und konkreten Tipps für alle Betreiber und Nutzer von Büro-, Meeting- und Unterrichtsräumen zum richtigen Verhalten bei Pandemien wie Corona.

  • Wie lüfte ich richtig in Zeiten von SARS-CoV-2?
  • Welche technischen Hilfsmittel gibt es zur Luftreinigung?
  • Was sind die aktuellen Tipps aus Medizin und Wissenschaft?

LufthygienePro wertet aktuelle wissenschaftliche Studien aus und betreibt selbst technische Studien, um Betreibern von Büroräumen, Schulen und Bürokräften durch sachliche Informationen praxisgerechte Orientierung zu bieten.

Einzigartig ist die wissenschaftlich-technische Grundlage des Portals. Auf Basis experimenteller Analysen idealtypischer Räume sollen erstmals Prognosemodelle erarbeitet werden, die als Grundlage für konkrete Maßnahmenempfehlungen herangezogen werden können. Dabei werden Methoden angewendet, wie z.B. numerische Luftströmungssimulation und deren Validierung, analytische Raumluftströmungsmodellierung, Raumluftströmungsversuche mit Indikatorgasen etc. Mit Hilfe des Prognosemodells soll vorhergesagt werden, bei welcher anwesenden Personenzahl in den Raumnutzungsszenarien eine bestimmte Aerosolkonzentration erreicht wird. Um diese Prognose aus hygienischer Sicht zu bewerten, sollen medizinische Kompetenzen mit einfließen.

Hierdurch soll ermöglicht werden, dass der Betrieb von unter pandemischen Bedingungen voll- oder teilgesperrten Räumen sicher wieder aufgenommen werden kann.

Das Projekt LufthygienePro wurde im September 2020 von drei Unternehmen gestartet:

  • Die bauart TGA GmbH & Co. KG ist der wissenschaftlich-technische Partner
  • Die BAE Management GmbH ist der Immobilienspezialist
  • Die vibrio. Kommunikationsmanagement übernimmt die Aufbereitung der Forschungsergebnisse für das Online-Portal

Zum aktuellen Stand des Projekts

Derzeit werden unter Laborbedingungen idealtypische Räume (Büroräume, Schulräume, Besprechungsräume) untersucht. Dabei wird die Ausbreitung von Viren bzw. Aerosolen in Abhängigkeit vom Raumvolumen, vom Grundriss, von Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie von der Personenzahl und den ausgeübten Tätigkeiten gemessen.

Unsere Ziele

Im Ergebnis der Studien sollen Betreiber und Nutzer von Räumen konkrete Hinweise dafür erhalten, wie sie Räume optimal belüften können. Abweichend von allgemeinen Hinweisen („alle 30 Minuten fünf Minuten lüften“) können optimierte Verhaltenshinweise in Abhängigkeit von den konkreten Vor-Ort-Bedingungen gegeben werden. Dabei sind technische Einrichtungen wie Kohlendioxid-Messgeräte hilfreich. Über die leicht messbare Größe CO2 können Rückschlüsse auf die nicht stetig messbare Bioaerosolkonzentration und damit auf die Infektiosität gezogen werden. Ein Vorbild ist der Einsatz von sogenannten CO2-Ampeln in Schulklassenräumen, die bei Erreichen definierter Kohlendioxidkonzentrationen ein Lüftungsgebot durch gelbes oder rotes Licht signalisieren. Im Rahmen des Projektes soll eine Korrelation zwischen der CO2-Konzentration und der Bioaerosolkonzentration formuliert und durch externe medizinische Expertise verifiziert werden. Der Grenzwert, bei dem die Ampel auf „Rot“ schaltet, ist dabei nicht fest definiert, sondern wird in Abhängigkeit von der Anzahl der Personen und von der Art der Tätigkeit im Raum – vielleicht auch von der Anfälligkeit der anwesenden Personen – individuell festgelegt.

Daneben wird dieses Portal ab Ende 2020 Hinweise zu weiteren technischen Einrichtungen wie Luftfilteranlagen zusammentragen.