„Querdenken“-Demonstrationen von Corona-Leugnern führten zu mehr COVID-19-Infektionen

Eine Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und der Berliner Humboldt Universität erbrachte nun den Nachweis, dass „Querdenker“-Demonstrationen im vergangenen Herbst nachweislich zu einer erhöhten Anzahl von Corona-Infektionen geführt haben. Dazu haben die Autoren der Studie die Sieben-tage-Inzidenz-Werte der Landkreise ausgewertet, aus denen Busreisen auf die Berliner Groß-Demos am 7. und 18. November organisiert wurden. Die meisten Teilnehmer waren dort auf engsten raum ohne Maske unterwegs und verstießen so bewusst gegen die Auflagen zum Tragen von Masken.

In einem ersten Schritt konstatierten die Wissenschaftler einen engen Zusammenhang zwischen der regionalen Verteilern von COVID-19-Leugnern und den COVID-19-Infektionsraten. Im zweiten Schritt konnten die Forscher einen überproportionalen Anstieg der Infektionsraten nach den Demonstrationen in jenen Regionen feststellen, aus denen die Teilnehmer der Demonstrationen angereist waren: „Unsere Ergebnisse zeigen einen signifikanten Anstieg der neuen COVID-19-Fälle in den Wohngebieten der Demonstranten nach den Demonstrationen.“ Die Forscher rechnen in den betroffenen Regionen mit einer um 35,9 Prozent höheren Infektionsrate bis Ende 2020. Die Querdenker reichen ihre Demo-Mitbringsel eben auch quer an ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger weiter.

Die Studie ist öffentlich einsehbar: ZEW, Spreading the Disease: Protest in Times of Pandemics

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