Pilotstudie zu Lüftungskonzepten für sichere Klassenzimmer gestartet

Über die Folgen der Corona-bedingten Schulschließungen wird viel gesprochen. Bisher lag der Fokus der Diskussion hauptsächlich auf den durch Schulschließungen und Wechselunterricht verpassten Lerninhalten und den so entstandenen Wissenslücken. Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina geht in ihrem aktuellen Positionspapier aber noch weiter. Die Forscher zeigen die psychosozialen und pädagogischen Folgen für Kinder und Jugendliche in der Pandemie auf. Die klare Empfehlung der Wissenschaftler lautet: Ein durchgängiger Präsenzunterricht an Schulen muss unter Einhaltung geeigneter Schutzmaßnahmen höchste Priorität haben.

Masken schützen wirksam vor einer Ansteckung mit dem Corona-VirusPilotstudie: Sicheres Klassenzimmer

Um die Schulen möglichst lange auch in der vierten Corona-Welle geöffnet zu halten bzw. im Idealfall gar nicht erst schließen zu müssen, ist  neben dem Einhalten der AHA-Regeln eine möglichst niedrige Aerosol-Konzentration in den Klassenräum das Maß aller Dinge. Das Forschungsprojekt „Sicheres Klassenzimmer“ von Prof. Dr. Christian Schwarzbauer von der Hochschule München forscht genau in diesem Themengebiet. In einer Pilotstudie wird aktuell die Luftqualität in 40 Klassenzimmern in und um München gemessen. Im neuen Schuljahr soll die Studie auf 120 Klassenzimmer in München und Mainz erweitert werden. Ziel der Studie ist es, die Luftqualität in Klassenräumen im Realbetrieb über einen längeren Zeitraum hinweg zu messen und analysieren. Im Rahmen der Studie wird auch analysiert, wie sich unterschiedliche Lüftungskonzepte (Einsatz von Fensterlüften vs. Raumluftreiniger vs. „Low-Cost-Abluftanlage“ vom Max-Planck-Institut) auf die Raumluftqualität und das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 auswirken.

Wir sind auf die Ergebnisse der Studie gespannt und werden selbstverständlich darüber berichten.

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