Neue Studie bestätigt: ÖPNV ist sicher

Das Risiko, sich mit dem Corona-Virus bei einer Fahrt mit Bus und Bahn anzustecken, ist bei Einhaltung der AHA+L-Regeln gering. Zu dieser Bewertung kommt eine aktuelle Studie der Charité Research Organisation (CRO) im Auftrag mehrerer Bundesländer und des VDV (Dachverband der deutschen Nahverkehrsunternehmen) und bestätigt damit die Ergebnisse der bereits im April von der TU Berlin und Berliner Charité im Auftrag der BVG erstellten Studie

Die Studie ermittelte, ob Pendler in öffentlichen Verkehrsmitteln einem erhöhten Infektionsrisiko im Vergleich zu Pendlern mit individuellen Verkehrsmitteln (KFZ, Motorrad oder Fahrrad) ausgesetzt sind. Dazu untersuchte sie im März und April dieses Jahres 681 Pendler im Alter von 16 bis 65 Jahren in Frankfurt und Umgebung. Das Besondere der Studie ist: Die Infektionsgefahr wurde nicht unter Laborbedingungen oder anhand statistischer Berechnungen abgeschätzt. Die Verantwortlichen analysierten das reale Ansteckungsrisiko der untersuchten Personen bei der tagtäglichen Fahr zur Arbeit, Ausbildung oder in die Schule. Sie führten bei den Probanden am Anfang und am Ende der Studie PCR-Tests oder Antikörpertests durch.

Das Ergebnis: Von den 681 Pendlern steckten sich im Beobachtungszeitraum 26 mit dem Corona-Virus an. Davon nutzten zwölf den ÖPNV und 14 Probanden waren mit Auto, Fahrrad oder Motorrad unterwegs. Daher kommen die Forscher zu dem Schluss, dass das tatsächliche Ansteckungsrisiko im ÖPNV nicht höher ist als bei Nutzung anderer Verkehrsmittel. Sie erwähnten allerdings einschränkend, dass es sich bei den untersuchten Fahrten nur um Kurzstrecken von maximal 15 bis 30 Minuten Fahrweg handelte.

Die Untersuchung klärte selbstverständlich nicht, wo sich die infizierten Probanden angesteckt hatten.

Die vollständigen Studienergebnisse sind abrufbar unter: https://www.besserweiter.de/pendler-coronastudie-der-charite.html

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