Studie: Grundschulkinder verbreiten weniger Aerosole als Erwachsene

Singende Kinder stoßen weniger Aerosole aus als Erwachsene (laut Berliner Studie)Laut einer aktuellen Studie der Berliner Charité und der Technischen Universität Berlin stoßen Kinder im Grundschulalter wesentlich weniger Aerosole beim Atmen, Singen oder Sprechen in Innenräumen aus als Erwachsene. Da die Emissionsrate, also die Menge der ausgeschiedenen Aerosolpartikel in der Luft, stark nach Altersgruppe variiere, regen die Forscher an, das Risikomanagement im Umfeld von Schulen neu zu diskutieren. Denn bisher beruhte die Gefährdungsbeurteilung auf Aerosolpartikelkonzentrations-Werten von Erwachsenen, die sich nach den aktuellen Erkenntnissen stark von jenen der Kinder unterscheiden.

Kleine Studie mit überraschenden Ergebnissen

Im Rahmen der sogenannten kleinen Studie untersuchten die Berliner Wissenschaftler die Aerosolemission von 15 Kindern zwischen 8 und 10 Jahren. Die Kids waren dabei in einem Reinraum in Schutzanzügen und sangen, atmeten, sprachen oder riefen in die Öffnung eines Glasrohres mit eingebauten Laserpartikel-Zähler. 15 Erwachsene im Alter von 23 bis 64 Jahren wurden unter denselben Bedingungen als Vergleichsgruppe analysiert. Sowohl bei der Ruheatmung als auch beim Sprechen oder Singen wurden bei den Grundschülern durchweg signifikant geringere Emissionsraten gemessen als bei den Erwachsenen. Lediglich beim Rufen zeigten sich keine großen Unterschiede.

Über die Studie berichtete unter anderem der Stern.

 

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