US-Forscher empfehlen Abkehr von bisheriger Impfstrategie

Eine aktuelle Studie aus den USA empfiehlt, die Erstimpfung aller einer Komplettimmunisierung mit zwei Impfdosen einzelner Risikogruppen vorzuziehen. Nach Gabe der ersten Dosis habe der Geimpfte bereits einen weitreichenden Schutz vor einem schweren Krankheitsverlauf. Zudem sei das von der STIKO und Co. befürchtete Szenario, dass sich impfresistente Virus-Mutationen durch sogenannte Teilgeimpfte bilden, niedriger als bisher angenommen. Wenn viele Menschen bereits eine erste Impfung erhalten haben, werden – so die Forscher – viele Infektionen und auch das Auftreten sogenannter Superspreader vermieden. Dies verringert wiederum das Risiko, dass sich Mutationen bilden.

Daher empfehlen die Forscher, auf eine möglichst durchgängige Erstimmunisierung der breiten Bevölkerung zu setzten und die Gabe der Zweitdosen möglichst weit hinauszuzögern. Bei mRNA-Impfstoffen, wie z.B. Biontech/Pfizer und Moderna, würde das ein Ausreizen des Zeitraums für die Zweitimpfung auf zwölf Wochen bedeuten. Es könnten dann laut Forschern mehr Menschen mit einer ersten Dosis geimpft werden und so mehr Leben gerettet, schwere Krankheitsverläufe verhindert und Mutationen reduziert werden.

Alle weiteren Studienergebnisse sind nachzulesen unter https://www.nature.com/articles/s41577-021-00544-9#author-information.

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