Aerosolforscher Asbach gibt Tipps für Messen

Der Herbst ist Messezeit und nach dem gänzlich unbeschränkten Reise- und Veranstaltungssommer fürchten viele, dass Ausstellungen und Kongresse zu Superspreader-Events der Corona-Infektion mutieren können. Der Aerosolforscher Prof. Dr.-Ing. Christof Asbach spricht im lesenswerten Interview mit der iBusiness über Handlungsempfehlungen für Besuchende, Ausstellende und Veranstaltende von Messen.

Den Aufenthalt in den Messehallen sieht Professor Asbach unkritisch. Durch die Größe und die Lüftung reichern sich Viren in der Regel nicht übermäßig an, so dass es kaum zu einer indirekten Infektion kommen kann. Anders sieht es in der Vortragssituation auf Messen aus, wenn viele Menschen viele Minuten lang eng nebeneinander sitzen. Hier fehlt der Abstand und je nach Raumgröße können sich auch vermehrt Viren anreichern, was durchaus zu direkten und indirekten Infektionen und einem Superspreading führen kann. Kongressveranstalter sollten auf passende Locations Wert legen und das Catering idealerweise an der frischen Luft anbieten.

Beachten alle die gängigen Maßnahmen zur Prävention wie Abstand, Masken, zeitgemäße Lüftungssysteme und Lüften sieht der Aerosol-Forscher der Messezeit eher gelassen entgegen.

Da die Veranstalter in den letzten Jahren Hygienekonzepte umgesetzt haben und keine weiteren Vorgaben für den Herbst am Start sind, kann hier nur noch an die Eigenverantwortung aller appelliert werden, entsprechend umsichtig zu agieren und vorzubeugen.

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